Über mich

Silvia Sardag – Leiterin der Chi Akademie

Portrait Silvia Sardag

 

Eine Geschichte

Im Herbst 2006 war ich mit meiner Kraft am Ende. Nachdem ich drei Jahre zuvor die Leitung einer Privatschule für Erwachsenenbildung übernommen hatte, hatte ich dauerhaft eine 60-Stunden-Woche. Hinzu kam der Anspruch, als allein-erziehende Mutter alles immer gut und richtig zu machen und das Problem, dass es trotz der vielen Arbeit finanziell einfach nie reichte.

Ich beendete meine selbständige Tätigkeit und war plötzlich abhängig von den Zahlungen des Arbeitsamtes, die Suche nach einer Festanstellung gestaltete sich schwierig, meine finanzielle Lage verschlechterte sich immer mehr, der Verlust meines Hauses drohte.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ohnmächtig und ausgeliefert ich mich damals gefühlt habe. Und ich begann, nach einem Ausweg zu suchen.

Trotz meiner Berufstätigkeit hatte ich mich schon seit meiner Jugend immer sehr für Psychologie und Energiearbeit interessiert. Ich war bereits Reiki-Meisterin und hatte durch meine Ausbildung als Bioenergie-Therapeutin auch andere Ansätze kennengelernt.

Dann bekam ich durch einen glücklichen Zufall die Gelegenheit, Qigong und Tai Chi Chuan und die dadurch schnell einsetzenden, positiven Veränderungen kennen zu lernen. Ich war begeistert und wollte genau diese Erfahrung vertiefen. In den Folgejahren wurde ich Qigong- und Tai Chi Chuan-Kursleiterin, eine Ausbildung bei der Daostischen Meisterin Zhou Yi hängte ich an und ich war Qigong-Lehrerin. Ich hatte gelernt, zu meditieren und die körperlichen Übungen halfen mir mehr und mehr, wieder meine innere Ruhe und Gelassenheit zu finden.

Auch mein Leben begann, wieder runder zu laufen. Ich fand wieder Arbeit und ich begann außerdem Kurse zu geben. Was ich mir früher nie hätte vorstellen können, vor einer Gruppe zu stehen, machte mir so viel Freude! Ich hatte meine Berufung gefunden in dem ich meine Erfahrungen weitergeben durfte.

In meinen Kursen finden sich immer mehr Menschen ein, für die Qigong und/oder  Taichichuan eine Hilfe bei der Stressbewältigung wird. Der Kurstermin einmal wöchentlich wird als Oase betrachtet. Nicht nur die körperlichen Bewegungen helfen, ruhiger und ausgeglichener zu werden, sich besser konzentrieren zu können, auch die anschließende Entspannung entlässt die Teilnehmer erfrischt und ausgeruht.

Diese Zusammenhänge beobachtend, wurde mein Interesse an den Stressverursachern immer größer. Auch damit verbundene Themen wie Mobbing oder mangelnde Lebensfreude, Antriebslosigkeit und die Ursachen dafür wollte ich tiefer ergründen. Nach einer Ausbildung als Entspannungstrainerin entschloss ich mich, konsequent zu bleiben und auch noch den Stressreduktionsoach zu erlernen. Und erst während dieser letzten Ausbildung wurde mir klar, dass es ja nicht nur darum gehen kann den Stress zu bewältigen. Es gibt so viele Methoden, den Stress erst gar nicht entstehen zu lassen, in dem man stressverursachende Denk- und Glaubensmuster ins Bewusstsein holt und verabschiedet, indem man mit Ressourcenarbeit verborgene Kräfte findet und nutzt und so vieles mehr. Eine optimale Ergänzung zu den asiatischen Bewegungskünsten.